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    1887


    Geschichte 1887

    Im August 1887 erwarb Ferdinand Grüner das Haus Burggasse 17/ Bahnhofstraße 14 um den Betrag von 21.000 Gulden vom Kaufmann Karl Clementschitz. Er übersiedelte in sein eigenes Haus und eröffnete ein Galanteriewarengeschäft (Galanteriewaren von französisch galanterie, „Liebenswürdigkeit“, ist eine Bezeichnung für modische Accessoires. Zu den Galanteriewaren zählten kleinere modische Gebrauchsgegenstände wie Knöpfe, Armbänder, Schnallen, Tücher, Schals, Bänder, Fächer, aber auch Krägen und Manschetten, usw. ), welches er unter dem Namen Ferdinand Grüner alleine weiterführte. Das Geschäft erfreute sich alsbald eines guten Rufes.


    Über den Ursprung des Hauses, das heute in der Kärntnerischen Landtafel die Einlagezahl 217 hat, d.h. wer es einst erbaute, darüber geben die vorhandenen Unterlagen keinen Aufschluß. Im ältesten vorhandenen Grundbuch beginnen die Eintragungen über das Haus im Jahre 1834; jedoch läßt sich der Bestand des einstöckigen Hauses bis zum Jahr 1605 zurückverfolgen. In diesem Jahr wurde es bereits als das „Eckhaus“ erwähnt. Mit dem Jahr 1795 begann offenbar die Tradition des Hauses als Geschäftshaus,denn von da an zählten nur mehr Kaufleute zu dessen Eigentümern. Bei der Umgestaltung des Hauses durch die Firma Grüner im Jahre 1955 kam auf der Bahnhofstraßen-seitigen Hausfront noch die Firmenaufschrift Clementschitz zum Vorschein.


    Schon ein halbes Jahr nach Ankauf des Hauses, am 19. Jänner 1888, reichte Ferdinand Grüner an den Stadtmagistrat Klagenfurt Pläne für den Aufbau eines zweiten Stockwerkes ein. Auf Grund eines zwei Tage später vorgenommenen Lokalaugenscheines wurde die Baubewilligung erteilt, die mit einigen strengen Auflagen versehen war.


    Das damals bereits 283 Jahre alte Haus hatte eine stabile und repräsentative Gestalt erhalten. Vor allem erhielt es nun auch ein Ziegeldach. Eine besondere Werterhöhung erfuhr das, nun so gut wie neue, Haus durch Einleitung des Wassers. Es kostete dies, wegen der besonderen Umstände, allerdings den für damalige Zeiten hohen Betrag von 674 Gulden. Es mußte nämlich vom Fleischplatz her eine eigene Zuleitung, und diese wegen des Rundlaufes des Wassers, auch noch mit den Leitungsrohren in der Paradeisergasse verbunden werden, was im ganzen 165 m Leitung erforderte. Der zulässige Tageskonsum für die errichteten drei Ausläufe wurde mit 20 Hektoliter festgesetzt, da damals das Wasserwerk in der Sattnitz noch nicht ergiebig war.


    Am 30. Juni 1891 wurde der Pferde-Straßenbahn-Betrieb auf der Strecke Südbahnhof – Heiligengeistplatz - See eröffnet.
    Im Jahr 1910 begann Siemens im Auftrag der Stadt mit dem Bau einer elektrischen Straßenbahn. Diese wurde am 6. Mai 1911 mit der Strecke Bahnhof–Theaterplatz eröffnet. Diese Linie führte durch die Bahnhofstraße über die Burggasse zum Heiligengeistplatz.


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